Reise-Rückblick: Expedition in die Antarktis – Auf den Spuren des Krills
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Vor einigen Jahren begab sich Dr. Peter Hartig auf eine außergewöhnliche Forschungsreise – mitten hinein in das ewige Eis der Antarktis. Sein Ziel: den antarktischen Krill in seinem natürlichen Lebensraum mit eigenen Augen erleben. Denn dieses kleine, unscheinbare Krebstier spielt eine zentrale Rolle für das empfindliche Ökosystem der Antarktis – und ist zugleich eine bedeutende natürliche Quelle für wertvolle Omega-3-Fettsäuren.
Getrieben von seinem wissenschaftlichen Interesse und dem Wunsch, die Ursprünge dieser außergewöhnlichen Ressource besser zu verstehen, reiste Dr. Hartig dorthin, wo nur wenige Menschen je einen Fuß gesetzt haben. Heute blicken wir zurück auf diese faszinierende Expedition und lassen drei ganz besondere Momente erneut lebendig werden.
Inhalt
Der antarktische Krill ist nicht nur eine Schlüsselart für das empfindliche Ökosystem der Südpolarregion – er ist auch eine der bedeutendsten natürlichen Quellen für hochwertige Omega-3-Fettsäuren. Diese langkettigen Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA, sind für den menschlichen Körper essenziell. In Krillöl liegen sie in einer besonders bioverfügbaren Form vor: als Omega-3-Phospholipide.
Krill steht ganz am Anfang der Nahrungskette und sichert damit das Überleben zahlreicher Tierarten im Süden der Welt. Für Dr. Hartig Grund genug, selbst in See zu stechen und den Ursprung dieser faszinierenden Ressource zu erforschen.
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Kaum zu glauben: Am Ende eines Jahreszyklus kann sich Krill in ein jugendlicheres Entwicklungsstadium zurückverwandeln – ein biologisches Wunder, das sofort das Interesse der Wissenschaft weckt. Manche Krill-Individuen erreichen ein erstaunliches Alter von über zwölf Jahren. Auf den Menschen übertragen, entspräche das etwa 300 Lebensjahren.
Ein möglicher Grund? Das in Krill enthaltene Astaxanthin – ein starkes Antioxidans, dem eine schützende Wirkung auf die DNA und die zelluläre Alterung zugeschrieben wird. Für Dr. Hartig war dieses regenerative Potenzial des Krills eines der spannendsten Erkenntnisse seiner Reise.
Die Begegnung mit der antarktischen Tierwelt war ein tief bewegender Moment. Auf dem offenen Meer zeigen sich rund fünfzig Finnwale – ihre typischen Wasserfontänen sind schon von weitem zu sehen. Zwischendurch tauchen auch einzelne Buckelwale auf, deren Ausatmen in der eisigen Luft als mächtige Dampfsäule sichtbar wird.
An Land dauert es mehrere Anläufe, bis Wetter und Wellengang endlich einen sicheren Landgang erlauben. Doch die Mühe lohnt sich: Robben dösen am Ufer, Pinguine watscheln neugierig umher – in freier Wildbahn, ganz nah, aber stets mit respektvollem Abstand. Eine Erfahrung, die Dr. Hartig bis heute tief beeindruckt.
In der Antarktis ist der Krill weit mehr als nur eine Nahrungsquelle – er ist das Rückgrat des gesamten Ökosystems. Pinguine, Robben, Vögel und vor allem Wale sind auf ihn angewiesen. Ein einzelner Finnwal verzehrt bis zu vier Tonnen Krill – und das jeden Tag.
Die Gesamtbiomasse des Krills wird auf rund 900 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind unfassbare 900 Milliarden Kilogramm. Rein theoretisch könnte jeder Mensch auf der Erde 100 Kilogramm Krill im Jahr konsumieren – und es wären dennoch 200 Milliarden Kilogramm übrig. Natürlich bleibt das ein Gedankenspiel, denn der Fang ist technisch extrem aufwendig: Krill lebt nicht nur nahe der Oberfläche, sondern auch in Tiefen bis zu 3.000 Metern.
Die Dimensionen sind beeindruckend – ebenso wie die Verantwortung, mit dieser Ressource nachhaltig und respektvoll umzugehen.
Eine Reise ans Ende der Welt – und zur Quelle eines Wunders der Natur
Dr. Peter Hartigs Expedition in die Antarktis war mehr als eine Forschungsreise. Sie war eine persönliche Begegnung mit einem der letzten wirklich unberührten Lebensräume unseres Planeten – und mit einem kleinen, unscheinbaren Wesen, das in vielerlei Hinsicht Großes leistet: der Krill.
Seine Erkenntnisse aus der Expedition tragen heute dazu bei, unser Wissen über Omega-3-Phospholipide, ökologische Zusammenhänge und die Potenziale mariner Ressourcen weiter zu vertiefen – mit dem Ziel, Natur und Mensch in Einklang zu bringen.
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